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Reifenlexikon

Informationen rund ums Thema Reifen
Was versteht man unter Rollwiderstand und wozu braucht ein Reifen eine DOT-Nummer?

Wie finde ich die richtige Reifengröße und was hat es mit dem Geschwindigkeitsindex auf sich?

Unser Reifenglossar erklärt die wichtigsten Begriffe zu Reifen und Rädern von A bis Z.


A:

ABE - Allgemeine Betriebserlaubnis (nach § 10 StVZO)

ABE ist die Abkürzung für Allgemeine Betriebserlaubnis.

Für Fahrzeuge werden in der Fahrzeug-ABE oder ihren Nachträgen die serienmäßigen sowie zusätzlich mögliche Rad- und Reifengrößen beschrieben. Auf diese kann jederzeit problemlos umgerüstet werden.

Zusätzlich lassen viele Felgenhersteller Rad-/Reifenkombinationen beim TÜV auf ihre Verwendbarkeit für viele verschiedene Fahrzeugmodelle prüfen und erhalten eine Fahrzeugteile- ABE. Diese ist deutlich erkennbar am Rad angebracht.

Einige Felgen/Reifenkombinationen erfordern jedoch zusätzliche Umbauarbeiten am Fahrzeug. Diese Umbauten müssen jedoch beim TÜV abgenommen und zusätzlich in die Fahrzeugpapiere eingetragen werden.

Abnutzungsindikator (TWI bzw. Abriebs- oder Verschleißindikator; siehe auch TWI)

Der Abnutzungsindikator oder TWI ( engl. Tread Wear Indicator) ist meist in den Profilrillen der Reifen eingearbeitet. Die Messung der Profiltiefe erfolgt selbstverständlich neben diesen Indikatoren.

PKW- und Motorrad Reifen müssen mindestens 1,6 mm Profiltiefe aufweisen.

Mofa, Kleinkraftrad und Leichtkraftrad genügt jedoch eine Profiltiefe von mindestens 1 mm.

Abrieb:

Die Nutzung bzw. der Gebrauch von Reifen erzeugt den Abrieb oder auch Verschleiß. Die Oberfläche der Reifen nutzt sich ab.

Abrollgeräusche von Reifen

Das Geräusch welches Reifen beim abrollen auf der Fahrbahn verursachen ist eine der hauptsächlichen Quellen für Lärmemissionen von Kraftfahrzeugen. Moderne Reifen werden daher auch im Hinblick auf die Laufgeräusche optimiert.

Abrollumfang:

Der Abrollumfang bezeichnet die mit einem Reifen zurückgelegte Strecke bei einer Drehung um exakt 360°. Der Umfang ist abhängig vom Reifendurchmesser.

Alterung:

Physikalische und chemische Prozesse lassen die Reifen altern. Witterungseinflüsse wie UV-Licht, Frost oder Sommerhitze verändern die Eigenschaften der Reifen auch ohne Nutzung. Moderne Reifen verfügen über ausgefeilte Rezepturen welche die Alterung verlangsamen. Reifen sollten spätestens nach 10 Jahren ersetzt werden.

Die DOT Nummer gibt das Herstellungsdatum im Format WocheWocheJahrJahr an. DOT 4409 bedeutet also ein Produktionsdatum in KW 44 im Jahr 2009.

Aquaplaning:

Aquaplaning bezeichnet den Verlust der Haftreibung auf regennasser Straße. Die Räder schwimmen auf dem Wasserfilm auf. Abgefahrene Reifen, glatter Straßenbelag, hoher Wasserfilm oder zu hohe Geschwindigkeit beeinflussen die Tendenz zum Aquaplaning. Nutzen Sie Reifen mit geeigneten Gummimischungen und Profilen der Lauffläche für eine ausreichende Nasshaftung.

Aufstandsfläche:

Die Aufstandsfläche des Reifens bezeichnet den Teil, welcher den Kontakt zum Untergrund bzw. der Fahrbahn herstellt. Durchschnittliche PKW Reifen verfügen über eine Aufstandsfläche welche in etwa der Größe einer Postkarte entspricht.

Auswuchten:

Fertigungstoleranzen von Reifen und Felgen verursachen Ungleichgewichte am Rad-Reifen-System. Schon wenige Gramm Unwucht führen im Fahrbetrieb zu Geräuschen, Vibrationen sowie erhöhtem Verschleiß an Radlager, Radaufhängung sowie dem Reifen. Das Auswuchten dient dem individuellen Ausgleich der Massenverteilung an der Rad-Reifen Kombination.


B:

Bordsteinkante

Schnelles überfahren oder das Parken des Fahrzeuges auf einer Bordsteinkante kann zu einer Beschädigung des Reifens führen und sollte vermieden werden. Eine Beschädigung der Karkasse ist nicht unbedingt von aussen zu sehen, kann sich aber auch in Form einer Beule deutlich sichtbar abzeichnen.

Bremsplatten:

Bremsplatten bezeichnet die Stelle eines Reifens welcher durch ein blockierendes Rad sehr stark abgenutzt ist. Moderne KFZ verfügen über ein ABS welches zuverlässig ein blockieren der Räder bei einer Vollbremsung verhindert. Defekte Bremsen oder Radlager können jedoch in Ausnahmefällen die Räder blockieren.


C:

C-Kennzeichnung

C – die Abkürzung steht für Commercial – sind verstärkte Reifen. Der mehrlagige Reifenunterbau (Karkasse) ist speziell für leichte LKW, NKW, Transporter, Vans und zum Teil SUV entwickelt. ( commercial, engl. = gewerblich, geschäftlich ). Werden im Fahrzeugschein C-Reifen vorgeschrieben so müssen diese auch verwendet werden.

Cordfäden oder Cordstränge

Die Karkasse besteht aus feinen Cordfäden. Diese werden hauptsächlich aus Kunstfaser (bei Straßenreifen im Wesentlichen aus Rayon) hergestellt. Die Anordnung der Cordfäden von Wulst zu Wulst bestimmt die Reifenbauart. Schräg zur Fahrtrichtung angeordnet, handelt es sich um Diagonalreifen. Quer angeordnet (im rechten Winkel zur Laufrichtung), spricht man von Radialreifen.

CP Reifen – Reifen für Camping-Fahrzeuge

Ein CP Reifen ist speziell für Camping-Fahrzeuge designt. CP Reifen sind im Aufbau einem C-Reifen sehr ähnlich und verfügen über Verstärkungen. Sie bieten eine hohe Tragfähigkeit, werden mit deutlich höherem Luftdruck gefahren und schützen besser vor mechanischen Beschädigungen.


D:

Datum Reifenherstellung – Reifenalter – DOT Nummer

Das Datum der Reifenherstellung muss gemäß ECE-Norm sowie § 36 StVZO dauerhaft auf dem Reifen angebracht sein. Die so genannte DOT- Nummer bzw. DOT Kennzeichnung ist eine vierstellige Zahl, welche das Datum der Reifenherstellung angibt. DOT bedeutet „Department of Transportation“ (US-Verkehrsministerium). Die DOT Nummer ist auf mindestens einer Seitenwand des Reifens zu finden. Der Kennzeichnung DOT folgt eine Buchstaben- Zahlenkombination (die Zulassungsnummer des US-Verkehrsministeriums). Die Folgenden 4 Ziffern (vor dem Jahr 2000 waren es nur 3 Ziffern) zeigen die Kalenderwoche und Herstellungsjahr. z.B.: DOT 4511 = KW 45 im Jahr 2011


Diagonalreifen

Die Anordnung der Cordfäden im Reifen bestimmt seine Aufbauart. Bei Diagonalreifen sind die Cordfäden Schräg zur Fahrtrichtung angeordnet wohingegen die von Radialreifen quer zur Laufrichtung angeordnet sind.

Dichtmittel – Reifendichtmittel

Oftmals wird eine Art flüssiger Kunststoff in den Reifen gefüllt welcher zunächst als Flüssigkeit die Beschädigung erreicht und dort aushärtet. Dichtmittel sind nur als eine Notreparaturlösung zu betrachten. Daher müssen reparierte Reifen umgehend getauscht werden.

Drehmoment auch Anzugsdrehmoment für Räder und Felgen

Das Anziehen von Radbolzen, Radschrauben oder Radmuttern ist grundlegend identisch. Gleichmäßig, über Kreuz anziehen. Zu festes oder ungleichmäßiges anziehen kann zu Beschädigungen am Radträger, der Bremsscheibe oder der Felge führen. Richtig angezogen werden Schrauben oder Muttern über Kreuz, mit einem hochwertigen Drehmomentschlüssel sowie dem richtigen Drehmoment. Das für Ihr Fahrzeug richtige Drehmoment entnehmen Sie bitte der Betriebsanleitung des Wagens oder der ABE bzw. dem Teilegutachten der Felgen. Das vorgeschriebene Drehmoment für Stahlfelgen und Alufelgen unterscheidet sich meist.

Dynamische Unwucht Rad/Reifen Kombination

Eine dynamische Unwucht bezeichnet eine inhomogene Massenverteilung am Rad, welche durch Dynamik (Bewegung) auftritt. Eine dynamische Unwucht lässt sich mit einer Auswuchtmaschine feststellen, da der Rundlauf dabei dynamisch geprüft wird. Der Ausgleich einer Unwucht erfolgt durch Anbringen von Gewichten an beiden Seiten der Felge.


E:

Einpresstiefe

Einpresstiefe (ET) oder auch Offset bezeichnet den Abstand zwischen der horizontalen Radmitte und der Auflagefläche der Felge auf der Radnabe, bzw. der Bremstrommel oder der Bremsscheibe. Ist die Einpresstiefe negativ, dann ist die Auflagefläche gegenüber der Felgenmitte nach innen verschoben, das Rad sitzt daher weiter außen im Radhaus. Über die Einpresstiefe kann also auch die Spurweite eines Autos verändert werden.

ECE-Kennzeichnung

ECE bedeutet „Economic Commission for Europe“. Es ist die Bezeichnung der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen.

Die ECE-Kennzeichnung auf der Reifenflanke ist seit dem 01.10.1998 in Europa Pflicht. Es gelten die verschiedenen ECE-Normen für die Beschaffenheit, Kennzeichnung sowie das Prüfverfahren der Reifen.

Die Ziffer, welche hinter dem „E“ steht, sagt aus, in welchem Land die Prüfung bzw. die Genehmigung durchgeführt wurde.

ECE- Normen (einheitliche Bedingungen für die Genehmigung von Luftreifen/ Rädern):

ECE R 30 = PKW (Kraftfahrzeuge und Anhänger)

ECE R 54 = NKW (Nutzfahrzeuge und ihre Anhänger)

ECE R 75 = Motorräder (Krafträder und Mopeds)

ECE R 108 = Runderneuerte Reifen (für (Kfz und Anhänger)

ECE R 109 = Runderneuerte Reifen (Nfz und ihre Anhänger)

ECE R 117 = Reifenrollgeräusche

ECE R 124 = Nachrüsträder


Es dürfen keine Reifen montiert werden, die nach dem 01.10.98 hergestellt worden sind und kein ECE-Prüfzeichen besitzen. Mit solchen Reifen würde man auch keinen TÜV (HU = Hauptuntersuchung) mehr bekommen.

Allgemeines zur ECE

Internationale Harmonisierung der technischen Vorschriften für Kraftfahrzeuge

Wer mit seinem Kraftfahrzeug in einen anderen Staat fährt oder sein Fahrzeug dort kaufen oder dorthin verkaufen möchte, erwartet, dass möglichst wenig Hemmnisse und Formalitäten zu bewältigen sind. Andererseits haben alle Staaten ein Interesse daran, dass auf ihren Straßen sichere und die Umwelt immer weniger belastende Fahrzeuge mit vergleichbarem Erscheinungsbild (blendfreie Scheinwerfer usw.) fahren.

Seit Ende der 50er Jahre werden auf internationaler Ebene die technischen Vorschriften für Kraftfahrzeuge harmonisiert, um Schranken im Handel mit Kraftfahrzeugen und mit Zubehörteilen zum Nutzen der Verbraucher abzubauen. Grundlage ist ein am 20. März 1958 im Rahmen der Wirtschaftskommission für Europa der Vereinten Nationen (ECE) geschlossenes und mit Wirkung vom 16. Oktober 1995 geändertes Übereinkommen. Dem Übereinkommen gehören zurzeit 47 Vertragsparteien an.

Das Übereinkommen ermöglicht den Erlass einheitlicher technischer Vorschriften für die Genehmigung von Fahrzeugen, Teilen und Ausrüstungsgegenständen von Kraftfahrzeugen sowie die gegenseitige Anerkennung der auf dieser Grundlage erteilten Genehmigung durch die Vertragsparteien des Übereinkommens. Seit 1958 wurden auf der Grundlage des Übereinkommens über einhundert ECE-Regelungen verabschiedet. Die meisten dieser ECE-Regelungen sind von einer großen Mehrheit der Vertragsparteien angenommen und jeweils in nationales Recht integriert. Die Regelungen erfassen die meisten Teile und Ausrüstungsgegenstände von Kraftfahrzeugen, die für die Erteilung einer Betriebserlaubnis für einen Fahrzeugtyp in jeder der Vertragsparteien von Belang sind. Entsprechend dem technischen Fortschritt werden die Regelungen ständig dem jeweiligen Stand der Technik angepasst und durch die Vertragsparteien in nationales Recht übernommen.


Übereinkommen

Übereinkommen über die Annahme einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden ( BGB. 1997 II S. 998).


Vertragsparteien

An jedem Fahrzeug, Bauteil bzw. Ausrüstungsgegenstand ist ein internationales Genehmigungszeichen anzubringen, das u.a. aus einem Kreis besteht, in dem sich der Buchstabe “E” und die Kennzahl des Landes befinden, das die Genehmigung erteilt hat:

E1 für Deutschland, E2 für Frankreich, E3 für Italien, E4 für die Niederlande, E5 für Schweden, E6 für Belgien, E7 für Ungarn, E8 für die Tschechische Republik, E9 für Spanien, E10 für Serbien, E11 für das Vereinigte Königreich, E12 für Österreich, E13 für Luxemburg, E14 für die Schweiz, E15 (-), E16 für Norwegen, E17 für Finnland, E18 für Dänemark, E19 für Rumänien, E20 für Polen, E21 für Portugal, E22 für die Russische Föderation, E23 für Griechenland, E24 für Irland, E25 für Kroatien, E26 für Slowenien, E27 für die Slowakei, E28 für Weißrussland, E29 für Estland, E30 (-), E31 für Bosnien und Herzegowina, E32 für Lettland, E33 (-), E34 für Bulgarien, E35 (-), E36 für Litauen, E37 für die Türkei, E38 (-), E39 für Aserbaidschan, E40 für die ehemalige Jugoslawische Republik Mazedonien, E41 (-), E42 für die Europäische Gemeinschaft (Genehmigungen werden von ihren Mitgliedstaaten unter Verwendung ihres jeweiligen ECE-Zeichens erteilt), E43 für Japan, E44 (-), E45 für Australien, E46 für die Ukraine, E47 für die Republik Südafrika, E48 für Neuseeland, E49 für Zypern, E50 für Malta, E51 für die Republik Korea, E52 für Malaysia, E53 für Thailand, E54 und E55 (-) und E56 für Montenegro. Die nachfolgenden Zahlen werden den anderen Ländern, die dem Übereinkommen über die Annahme einheitlicher technischer Vorschriften für Radfahrzeuge, Ausrüstungsgegenstände und Teile, die in Radfahrzeuge(n) eingebaut und/oder verwendet werden können, und die Bedingungen für die gegenseitige Anerkennung von Genehmigungen, die nach diesen Vorschriften erteilt wurden, beigetreten sind, nach der zeitlichen Reihenfolge ihrer Ratifikation oder ihres Beitritts zugeteilt, und die so zugeteilten Zahlen werden den Vertragsparteien des Übereinkommens vom Generalsekretär der Vereinten Nationen mitgeteilt.

Nationales Recht

Regelungen und Änderungen von Regelungen, die dem Übereinkommen jeweils als Anhang beigefügt werden, können entsprechend dem Beschluss 97/836/EG des Rates vom 27. November 1997 über den Beitritt der Europäischen Gemeinschaft zu dem Geänderten Übereinkommen von 1958 (ABl. L 346 vom 17.12.1997, S. 78) sowohl von der Europäischen Gemeinschaft als auch von Deutschland angenommen werden.

Zu den von der Europäischen Gemeinschaft angenommenen Regelungen und Änderungen von Regelungen, die dann auch in Deutschland gelten, bedarf es gemäß Artikel 300 Absatz 7 EG-Vertrag vom 2. Oktober 1997 in Verbindung mit Artikel 1 Absatz 4 (bei neuen Regelungen) und Artikel 1 Absatz 7 (bei bestehenden Regelungen) des Geänderten Übereinkommens von 1958 keines zusätzlichen Rechtsaktes, mit dem diese Regelungen bzw. Änderungen von Regelungen in innerstaatliches, d. h. in deutsches Recht übernommen werden. In diesen Fällen erfolgt eine Bekanntmachung einer deutschsprachigen Fassung im Verkehrsblatt (VkBl.), dem Amtsblatt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung.

Regelungen und Änderungen von Regelungen, die nicht von der Europäischen Gemeinschaft aber von Deutschland angenommen wurden, werden auf Grundlage eines Vertragsgesetzes (siehe PDF-Datei “Vertragsgesetz”) auf dem Verordnungswege in deutsches Recht übernommen und im Bundesgesetzblatt Teil II bekannt gemacht.

(Quelle: Bundesministerium für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung)

Einlagerung von Reifen

Vor dem Einlagern sollte der Luftdruck der Reifen um ca. 0,5 bar gegenüber der Herstellervorgabe erhöht werden. Auch Reifen die nicht benutzt werden, verlieren langsam an Druck.

Reifen und Felgen können vor dem Einlagern ganz einfach auf Beschädigungen sowie Fremdkörper im Profil geprüft werden. Eine Beschädigung der Karkasse (Reifenunterbau) zeigt sich z.B. deutlich, wenn eine Reifenflanke Beulen aufweist. So ein Reifen stellt eine Gefahr dar und muss unbedingt ersetzt werden.

Ausserdem empfiehlt sich eine Messung der Profiltiefe. Der Gesetzgeber schreibt 1,6 mm Restprofil (vgl. TWi ). Die Empfehlung des ADAC ist Sommerreifen bei 3 Millimeter und Winterreifen bei 4 Millimeter Restprofiltiefe zu tauschen.

Ideal ist die Verwendung eines Felgenbaumes oder einer Wandhalterung. Alternativ können Sie Ihre Kompletträder (Reifen auf Felge montiert) liegend übereinander stapeln. Hohe Temperaturen, UV-Strahlung sowie Öle, Fette und Lösungsmitteln schaden Ihrem Reifen. Deshalb sollten Sie auf eine dunkle, kühle und trockene Lagerung achten.

Elektronische Reifen

Elektronische Reifen – das ist Reifentechnik von morgen. Die Vision dabei - im Reifen integrierte Sensoren sollen die aktuellen Fahrbedingungen also z.B. die Luft und Bodentemperatur messen und die Reifen stellen sich automatisch auf die aktuelle Situation ein und passen sich perfekt an.

ESP

Unter ESP, oder auch Electronic Stability Control (Elektronisches Stabilitätsprogramm) versteht man ein Elektronisches Fahrassistenzsystem, welches der Regelung der Fahrdynamik dient. Es greift gezielt in die Motorsteuerung oder die Bremsregelung ein, um ein Fahrzeug z.B. bei Kurvenfahrt in einem stabilen Fahrzustand zu halten.


F:

Fabrikatsbindung - Fabrikatsbindungen

Früher wurde in vielen KFZ Scheinen zusätzlich zur Reifengröße auch Reifenmarke und Profil vorgeschrieben. Die angegebenen Reifen waren durch die Fahrzeughersteller für die Verwendung an den jeweiligen Fahrzeugen geprüft und frei gegeben. e

Erst ein Beschwerdeverfahren der Europäischen Kommission hat das Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen veranlasst das KBA anzuweisen, ab März 2000 auf die Eintragung von Reifen-Fabrikatsbindungen bei Neufahrzeugen zu verzichten. Alte Eintragungen sind hinfällig und besitzen nur noch Empfehlungscharakter.

Fahrwerksgeometrie

Unter Fahrwerksgeometrie versteht man die konstruktive, je nach Ausführung sogar einstellbare Anordnung von Bauteilen, welche die Geradeauslauf- sowie die Lenkeigenschaften eines Fahrzeuges maßgeblich beeinflussen.

Je nach Einsatzzweck eines Fahrzeuges werden die Bauteile konstruktiv auf die unterschiedlichen Anforderungen ausgelegt.

Liste der Parameter: Nachlauf, Lenkkopfwinkel, Versatz, Spur, Sturz, Radstand, Spurweite, Vorspur, Spurversatzwinkel, Spreizung

Feinwuchten:

Beim Feinwuchten werden die Unwuchten, welche nach der Radzentrierung durch Nabe und Bremsscheibe verursacht werden, direkt am Fahrzeug ausgeglichen.

Felgengröße:

International gebräuchlich sind die Größenangaben für Felgen in folgendem Format:

6 J 15 wobei „6“ die Breite der Felge in Zoll von Felgenhorn zu Felgenhorn, „J“ die Form des Felgenhorns, „15“ den Durchmesser der Felge in Zoll bezeichnet.

Felgenarten - Felgentypen

Übersicht: Tiefbettfelgen, Halbtiefbettfelgen, Steilschulterfelgen, Hochschulterfelge

Flanke – Reifenflanke - Seitenwand

Die Seitenwand eines Reifens wird auch Flanke genannt. Je nach Ausführung des Reifens ist sie für mehr Fahrkomfort (meist höhere Flanke) oder stabiles Fahrverhalten ( eher niedere Flanke) ausgelegt. Bei einem Reifen der Dimension 205/55 R15 z.B. beträgt die Höhe der Reifenflanke 55% der Reifenbreite von 205mm. Außerdem sind auf der Seitenwand eines Reifen eine Vielzahl an Informationen über den Reifen angebracht. So z.B. die Reifenart, Herkunft, Produktionsdatum, Reifendimension, u.v.a.

Fülldruck

Der Reifenfülldruck beeinflusst unmittelbar wichtige Faktoren wie Fahrsicherheit, Spritverbrauch und Reifenverschleiß. Unerklärlich, auch unter ökonomischen Gesichtspunkten, ist daher die Tatsache, dass nur jeder 4. Autofahrer auf unseren Straßen mit optimalem Luftdruck unterwegs ist. Bei 10% der Autofahrer liegt der Minderdruck sogar bei mehr als 0,6 bar unter Normal. Aufgrund von Diffusion durch die Seitenwand verliert ein Reifen stets etwas Luft. Obwohl der Anteil verschwindend gering ist, summiert sich der Luftverlust im Laufe der Zeit auf ein gefährliches Maß. Die Folgen: Seitenführungskräfte im Reifen stehen nicht mehr ausreichend zur Verfügung, das Fahrzeug reagiert verzögert auf Lenkbewegungen, Geradeauslauf und Bremsweg verschlechtern sich. Das wirkliche Ausmaß dieser Mängel wird zumeist erst in Gefahrenzonen deutlich, wenn die Gesamtheit der Fahreigenschaften erforderlich ist, um das Fahrzeug sicher zu steuern. Ist ein Reifen mit zu wenig Luft befüllt, vergrößert sich die Aufstandsfläche, wobei die Druckverteilung der Radlast stark auf die äußeren Ränder verteilt und in der Mitte der Fläche verringert wird. Aufgrund der unterschiedlichen Kräfteverteilung entsteht, abhängig von Geschwindigkeit und Gewicht des Fahrzeugs eine mitunter starke Walkbewegung mit Wärmeentwicklungen von über 150°C. Im schlimmsten Fall überhitzt das Material im Schulterbereich, der Unterbau verliert seine Festigkeit, es lösen sich Teile von Lauffläche und Gürtel ab. Über die Sicherheitsmängel hinaus sind die direkten Folgen für den Geldbeutel des Autofahrers nicht außer acht zu lassen. Bereits 0,2 bar Minderdruck verringert die Lebensdauer eines Reifens um etwa 15%, 0,6 bar Minderdruck um immerhin 45%. Darüber hinaus wird durch die höhere Walkarbeit der Rollwiderstand erhöht, was zwangsläufig den Kraftstoffverbrauch steigert. Der Luftdruck sollte immer bei kalten Reifen geprüft werden, da er durch die Erwärmung des Reifens um bis zu 0,5 bar ansteigt. Angaben zum richtigen Luftdruck findet man in der Tankklappe, am Türholm oder auf jeden Fall in der Betriebsanleitung seines Fahrzeugs. Über den "normalen" Luftverlust hinaus gibt es auch Ursachen für einen verstärkten Luftverlust im Reifen. Eingefahrene Gegenstände in der Lauffläche, Verletzung der Seitenwand oder ein defektes Ventil können bei hohen Belastungen zum Totalschaden des Reifens führen. Schmutz, Staub und Feuchtigkeit können die Funktionsweise des Ventils beeinträchtigen, daher ist immer darauf zu achten, dass das Ventilkäppchen fest angeschraubt ist. Seit einigen Jahren werden im Reifenfachhandel auch speziell dichtende Gase als Reifenfüllungen angeboten, die überwiegend im Fernverkehr eingesetzt werden. Diese Gase entweichen nicht durch die Seitenwand und können den einmal eingestellten Fülldruck etwa ein Jahr halten. Beschädigungen am Reifen oder am Ventil können jedoch auch damit nicht ausgeschlossen und vor allem nicht kompensiert werden. Die sicherste und kostengünstigste Methode ist letztendlich die regelmäßige manuelle Überprüfung des Luftdrucks an der Tankstelle. Nicht zu vergessen ist dabei das Ersatzrad, das man gelegentlich kontrollieren sollte. Hierbei sollte der Luftdruck um 0,5 bar höher sein als beim Gebrauchsreifen. Der Wert kann im Bedarfsfall einfach auf den jeweils benötigten Wert abgesenkt werden, nachträgliches Aufpumpen hingegen ist nicht einfach möglich.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Füllgas

Seit einigen Jahren werden im Reifenfachhandel speziell dichtende Gase als Reifenfüllungen angeboten, die jedoch überwiegend im Fernverkehr eingesetzt werden. Diese Gase entweichen nicht durch die Seitenwand und können den einmal eingestellten Fülldruck etwa ein Jahr halten.

Füllmittel für Reifen

In der Praxis des Reifenfachhandels werden jährlich viele Reifen mit speziellen Einsatzzwecken ausgeschäumt. Dies dient der Absicherung gegen Reifenpannen. Verwendete Marken sind z.B. Polyfill (Rösler Gruppe) oder Eurofill (Unternehmen der Marangoni-Gruppe).

Laut BRV lehnen jedoch alle Reifenhersteller die Gewährleistung für derart behandelte Reifen ab.


G:

Ganzjahresreifen:

Ganzjahresreifen gehen einen Kompromiss ein, welcher den sehr spezifischen stärken der Sommer- und Winterreifen unterlegen ist. Ganzjahresreifen haben eine M+S Kennung und können sogar ein Schneeflockensymbol tragen. Unsere Empfehlung für Deutschland: Winterreifen im Winter, Sommerreifen im Sommer.

Geschwindigkeitsindex

Der Geschwindigkeitsindex oder "Speed-Index" bezieht sich auf die Höchstgeschwindigkeit des Reifens in Abhängigkeit von der Tragfähigkeit.

Geschwindigkeitssymbol A1 A2 A3 A4 A5 A6 A7 A8 B C D E F G

Geschwindigkeit (km/h) 5 10 15 20 25 30 35 40 50 60 65 70 80 90

Geschwindigkeitssymbol J K L M N P Q R S T U H V

Geschwindigkeit (km/h) 100 110 120 130 140 150 160 170 180 190 200 210 240

Geschwindigkeitssymbol VR W ZR Geschwindigkeit (km/h) >210 270 >240 (Die zusätzliche Geschwindigkeitskategorie "Y" bis 300 km/h ist bereits europäisch verabschiedet und wird bei Herstellern entsprechender Fahrzeuge Verwendung finden.)

Alle oben aufgeführten Höchstgeschwindigkeiten verstehen sich inklusive Toleranz! Das Geschwindigkeitssymbol auf der Seitenwand gibt nicht nur die zulässige Höchstgeschwindigkeit einer Bereifung an, sondern hat auch maßgeblichen Einfluss auf die maximale Tragfähigkeit. Gerade bei Umrüstung auf Sonderräder und damit verbundene Bereifungen, die nicht Bestandteil der Fahrzeug-ABE sind, ist auf nachstehende Sachverhalte zu achten:

Die Höchstgeschwindigkeit eines Pkw ergibt sich aus der Höchstgeschwindigkeit laut Fahrzeugschein (Ziffer 6) plus einer TÜV-Toleranz von 6,5 km/h + 0,01 x Höchstgeschwindigkeit - max.! Faustformel: Fahrzeughöchstgeschwindigkeit + 9 km/h

Die Auswahl der geeigneten Bereifung in Bezug auf die Höchstgeschwindigkeit ist daher wie folgt vorzunehmen Beispiel: BMW 5/H 535 i

In den Fahrzeugpapieren ist unter Ziffer 6 eine Höchstgeschwindigkeit von 235 km/h angegeben. Addiert man hierzu o. g. Toleranz, ergibt sich folgendes: 235 km/h + 6,5 km/h + 2,35 km/h = 243,85 km/h (235 x 0,01 = 2,35)

Die somit ermittelte Höchstgeschwindigkeit ist die tatsächliche Basis für eine TÜV-Ab- nahme. Hieraus ergibt sich, dass nur eine Bereifung der "W" - oder "ZR" - Kategorie in Frage kommt. Da in ähnlich gelagerten Fällen noch vor wenigen Jahren ausschließlich Reifen der Geschwindigkeitskategorie "VR" (über 210 km/h) verwendet wurden, ist darauf zu achten, dass nicht irrtümlich eine Bereifung der heute üblichen "V-Kategorie" verwendet wird, da diese gemäß der vorangegangenen Berechnung nicht zulässig wäre!

Selbstverständlich trifft dieser Umstand auch für die Serienbereifung zu. Für die Verwendung von "V/W/ZR"-Reifen gilt die Regel:

V-Reifen bis max. 231 km/h laut Fahrzeugschein Ziffer 6 W-Reifen bis max. 260 km/h laut Fahrzeugschein Ziffer 6 ZR-Reifen über 260 km/h laut Fahrzeugschein Ziffer 6 Da die Verwendbarkeit von Höchstgeschwindigkeitsstreifen noch von verschiedenen anderen Faktoren abhängen kann, ist insbesondere bei der "ZR"- Kategorie oftmals eine Abstimmung mit dem jeweiligen Hersteller unumgänglich.

In Zweifelsfällen sollte daher grundsätzlich vor einer Umbereifung Rücksprache mit dem Reifenhersteller genommen werden!

Die maximale Tragfähigkeit einer Bereifung hängt je nach Geschwindigkeitskategorie von der möglichen Höchstgeschwindigkeit des jeweiligen Fahrzeuges ab. Die in der Tabelle notierten Tragfähigkeiten sind die maximalen Tragfähigkeiten pro Rei- fen und zwar für die Geschwindigkeit bis zu und einschließlich 210 km/h. Darüber hin- aus kommt es zu Tragfähigkeitsabschlägen!

Tragfähigkeit in Prozent Fahrzeug Geschwindigkeitssymbol Geschwindigkeit maximal V W ZR

210 km/h 100% 100% 100%

220 km/h 97% 100% 100%

230 km/h 94% 100% 100%

240 km/h 91% 100% 100%

250 km/h - 95% 95%

260 km/h - 90% 90%

270 km/h - 85% 85%

über 270 km/h Reifenhersteller befragen!


Beispiele: 225/50 R 16 92 V (Index 92 = 630 kg)

bei 210 km/h = 630 kg

bei 220 km/h = 611 kg

bei 230 km/h = 592 kg

bei 240 km/h = 573 kg 2.

Beispiel: 235/45 ZR 17 (650 kg Seitenwandbeschriftung)

bei 240 km/h = 650 kg

bei 250 km/h = 618 kg

bei 260 km/h = 585 kg

bei 270 km/h = 553 kg Die Geschwindigkeitstoleranz ist bei der Ermittlung der Reifentragfähigkeit in jedem Fall mit zu berücksichtigen!

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Gewährleistung oder Garantie

Gewährleistung:

In der EU legt die Richtlinie 1999/44/EG Mindeststandards für die Gewährleistung beim gewerblichen Verkauf an private Endverbraucher fest. Die Verjährungsfrist von zwei Jahren ab Lieferung darf nicht unterschritten werden. Innerhalb der ersten sechs Monate liegt die Beweislast beim Verkäufer. Ein Gewährleistungsanspruch besteht gegenüber dem Verkäufer, jedoch nicht dem Hersteller der Ware.

Garantie:

In Verkauf und Handel ist die Garantie eine freiwillige und frei gestaltbare Dienstleistung eines Händlers oder Herstellers gegenüber dem Kunden. Die Garantiezusage bezieht sich meist auf die Funktion bestimmter Teile eines Geräts.

Grip:

Grip – ein dem englischen entstammender Begriff für die Haftung der Reifen auf der Fahrbahn. Reifenmischung, Profil, Temperatur der Straße sowie des Reifens, Reifenbreite, Fahrwerksgeometrie und Aerodynamik haben maßgeblichen Einfluß auf die Haftfähigkeit der Reifen.

Gummimischungen

Für die Herstellung nur eines Reifens werden mitunter bis zu zehn verschiedene Gummimischungen benötigt. Je nach Anforderung an den Reifen, also Sommer- oder Wintereifen, Transporter- oder PKW-Reifen sind die Anforderungen die an einen Reifen gestellt werden höchst unterschiedlich. Entsprechend den Anforderungen werden die Mischungen ausgelegt und optimiert wobei die Herstellung selbst nur im Detail variiert.

Gürtel

Unter der Lauffläche, direkt über der Karkasse, liegen mehrere Cord-ähnliche Lagen aus dünnen Stahldrähten. Diese so genannten Gürtelfäden liegen im spitzen Winkel zur Lauffläche des Reifens. Der Gürtel sorgt für die Stabilität des Reifens und optimiert eine Vielzahl von Eigenschaften, wie die Verringerung des Rollwiderstandes und dadurch die Temperatur im Reifen. Der gesamte Reifen wird fahrstabil, die Lenkpräzision ist hervorragend. Die Stahlcordfäden sind zum Schutz gegen Rost und um eine bessere Verbindung zum Kautschuk zu erreichen, vermessingt. Zum Schutz der Gürtellage wird, je nach Ausführung, eine Messing- oder Kautschuk Beschichtung aufgetragen, die den Stahlcord gegen Rost schützt und die Verbindung zum Gummi unterstützt. Trotzdem kann bei einer Beschädigung des Reifens kann Feuchtigkeit eindringen und der Stahlgürtel kann rosten. Die Folge: Es kann zu gefährlichen Gürtelablösungen kommen. Der Gürtel wurde bereits aus verschiedenen Materialien hergestellt. So verwendete man in den Anfängen der Reifenherstellung Textilcord. In modernen Hochleistungsreifen werden heute sogar Aramidfasern (Kevlar-Kohlestofffasern) verwendet. Letztendlich ist die Verwendung des Stahlgürtels heute jedoch die Regel und wird in der Reifenherstellung praktiziert.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)


H:

Haftung - Grip

Die Haftung ist das wichtigste Sicherheitsmerkmal eines Reifens. Der Reifen eines Fahrzeuges stellt den einzigen Kontakt zur Straße oder der Fahrbahn her. Haftung auch Grip genannt, muss in jeder Fahrsituation gewährleistet sein. Egal ob bei Trockenheit, bei Nässe oder Schnee. Durch die ausgeklügelte Anordnung der Profilblöcke sowie der Verwendung von speziellen Gummimischung sind moderne Reifen in der Lage eine Vielzahl unterschiedlicher Anforderungen zu genügen.

Hauptprofilrillen - Profilrillen - Negativprofil

Hauptprofilrillen werden die großen Negativprofilbereiche in der Mitte der Lauffläche genannt. bezeichnet man die Rillen im mittleren Bereich der Lauffläche eines Reifens. Die Restprofiltiefe wird in den Rillen gemessen und die Verschleißindikatoren sind ebenfalls in den Hauptprofilrillen angebracht.

Haltbarkeit von Reifen

Wie alt ein Reifen ist, lässt sich anhand der letzten Ziffern hinter der auf der Flanke angebrachten DOT-Nummer ablesen. Dabei handelt es sich bei den ersten zwei Ziffern um die Produktionswoche und bei den letzten zwei Ziffern um das Produktionsjahr (WWJJ). So bedeutet beispielsweise "2403", dass ein Reifen in der 24. Woche des Jahres 2003 hergestellt wurde. Reifen altern aufgrund physikalischer und chemischer Prozesse beispielsweise durch Witterungseinflüsse wie UV-Licht, Feuchtigkeit sowie extrem hohen oder niedrigen Temperaturen. Dadurch verändern sich Elastizität und Haftfähigkeit des Reifens. Das gilt auch für nicht oder wenig benutzte Reifen. Um diesem Prozess entgegenzuwirken, werden dem Material Substanzen zugegeben, die den Alterungsprozess stark verlangsamen. Damit ist gewährleistet, dass auch ein, mehrere Jahre (max. 5 Jahre) sachgemäß gelagerter Reifen der Spezifikation eines Neureifens entspricht und in seiner Verwendungstauglichkeit nicht beeinträchtigt ist. Es wird empfohlen, zehn Jahre alte Reifen nach zehn Jahren durch Neue zu ersetzen.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Hersteller

Eine Auszugsweise Liste von Reifenherstellern ohne Anspruch auf Vollständigkeit.

Avon, Barum, BF-Goodrich, Bridgestone, Continental, Dunlop, Falken, Fate, Firestone, Fulda, Goodyear, Hankook, Heidenau, Kleber, Maloya, Marangoni, Metzeler, Michelin, Mitas, Nexen, Nokian, Pirelli, Roadstone, Sava, Semperit, Sunny, Toyo, Uniroyal, Vredestein, Wanli, Westlake, Yokohama, Zeetex

Herstellung

Grundlage der Reifenproduktion ist zunächst die Herstellung der Gummimischungen Kautschukmischungen für verschiedene Funktionen am Reifen. In parallelen Verfahren wird der Laufstreifen gespritzt sowie Textilcord, Wulst und Stahlcord gummiert. Aus dem gummierten Stahlcord werden anschließend Endlosstreifen geschnitten, die wiederum später zur Herstellung der Gürtellagen verwendet werden. Der gummierte Textilcord und der gummierte Wulst werden zur Karkasse, also zum Grundgerüst des Reifens zusammengefügt. Doch so einfach, wie es klingt ist es natürlich nicht, zahlreiche Anforderungen und Bestimmungen sind zu beachten, die Arbeitsabläufe sind im Detail um ein Vielfaches komplexer. Trotz automatisierter Abläufe in der Reifenindustrie, ist die Handarbeit immer noch nötig, um einen Reifen zu produzieren, dieser Anteil beträgt durchschnittlich ca. 30 bis 35 Prozent, je nach Produkt und Reifengröße. Je größer ein Reifen ist, umso mehr Handarbeit muss getätigt werden

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Herstellungsdatum

Das Herstellungsdatum wird innerhalb der "DOT-Kennzeichnung" auf der Seitenwand eines Reifens angegeben. Die so genannte DOT-Nummer gibt u.a. das Reifenalter verschlüsselt wieder. So bedeutet beispielsweise "2403", dass ein Reifen in der 24. Woche des Jahres 2003 hergestellt wurde.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)


HP-Reifen oder High-Performance-Reifen

Als High-Performance-Reifen (HP) oder Ultra-High-Performance-Reifen (UHP) werden Reifen bezeichnet, welche speziell für Fahrzeuge entwickelt wurden, die besondere Anforderungen im Hochgeschwindigkeitsbereich stellen. Allerdings existiert keine Norm welche ein Standardisiertes Prüfverfahren vorschreibt, die Bezeichnung könnte also auf jeder Art Reifen stehen.

Hochgeschwindigkeitstauglichkeit

Zur Ermittlung der Hochgeschwindigkeitstauglichkeit werden Reifen auf speziellen Schnelllaufprüfständen getestet. Hierbei wird der Reifen zunächst auf seine zulässige Höchstgeschwindigkeit geprüft, anschließend wird die Geschwindigkeit so lange erhöht, bis der Reifen defekt ist, um die Grenzlast zu ermitteln. Diese Prüfung geschieht innerhalb der Produktion stichprobenartig.

Höchstgeschwindigkeit

Siehe Geschwindigkeitsindex.

Höhenschlag

Man spricht vom so genannten "Höhenschlag", wenn Rad und Reifen in der Drehbewegung von der Seite betrachtet, eine horizontale Abweichung in der Kreisbewegung aufweisen. Je höher die Geschwindigkeit desto mehr verursacht der Höhenschlag Vibrationen oder Erschütterungen, die sich auf das Fahrwerk und die Karosserie übertragen. Manchmal kann Matchen, das Harmonisieren von Reifen und Felge notwendig sein. Dabei wird der Reifen auf der Felge so lange gedreht bis der Höhenschlag ausgeglichen ist.

Homologation

Die technische Freigabe eines Reifens für ein Kraftfahrzeug, sei es Auto oder Motorrad. Die Homologation umfasst rund 60 Prüfkriterien und wird von Seiten der Fahrzeughersteller wie eine Qualitätsbestätigung gehandhabt.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Hump

Der Begriff Hump ist englisch und bedeutet übersetzt Buckel oder Höcker. Die Humps sitzen auf beiden Seiten der Felgenschulter. Sie hindern den aufgezogenen Reifen daran ins Felgenbett zu rutschen. Für Reifen mit Notlaufeigenschaften werden oft EH-Felgen ( EH= Extended Hump), also Felgen mit höheren Humps empfohlen, da sie den Reifen im Notfall noch besser auf der Felge halten.


I:

IMS

Das Instant Mobility System (kurz IMS) ist ein Reifenpannenset von Dunlop. Die Fahrzeuge, die mit diesem System ausgestattet sind, benötigen rechtlich kein Ersatzrad mehr. Durch die Gewichtsreduktion kann Kraftstoff eingespart werden. Das IMS besteht aus einem Kompressor und einer Flasche mit Dichtungsmittel und versetzt den Fahrer so in die Lage kleine Reifenschäden vollständig abzudichten. Zu beachten ist allerdings, dass das System bei Reifenplatzern, oder großen Reifenschäden nicht einsetzbar ist.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Index (Load-Index oder Speed-Index)

Siehe L wie Load-Index oder S wie Speed-Index

Innenseele oder Innerliner

Unter Innerliner oder Innenseele versteht man die Luftdichte Gummischicht welche innen auf die Karkasse aufgebracht wird. Sie sorgt für die Abdichtung des Reifens und macht den Einsatz eines Schlauches im Reifen unnötig. Reifen mit der Aufschrift Tubeless (=Schlauchlos) dürfen nicht mit einem Schlauch gefahren werden.

Intermediates

Ein Begriff aus dem Motorsport. Die Bezeichnung für Rennreifen, welche den besten Kompromiss bei noch feuchter oder abtrocknender Straßenoberfläche bietet. Das Profil der Intermediates wird teilweise vor Ort, per Hand geschnitten.


K:

Kalander

Der Kalander ist ein Walzensystem, das sowohl Textilfasern als auch Stahlgewebe für die Reifenproduktion dünn mit Kautschuk beschichtet. Die Ummantelung muss gewährleisten, dass die so genannten Cordlagen sich mit den restlichen Bauteilen optimal verbinden. Dies dient zum einen dem reibungslosen Produktionsablauf, gewährleistet aber letztendlich ein hochwertiges Produkt, das auch Extrembedingungen standhält.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Karkasse

Die Karkasse ist ein wesentlicher Bestandteil des Reifens und besteht aus feinen Cordfäden, früher aus Baumwolle, heute hauptsächlich aus Kunstfaser (im wesentlichen Rayon). Die Karkasse verleiht dem Unterbau Festigkeit und beeinflusst die Faktoren Fahreigenschaft und Komfort. Der Reifenunterbau besteht meist aus einer oder mehreren Karkasslagen, die den entscheidenden Festigkeitsträger bilden. An den Enden wird die Karkasse umgeschlagen um den Wulst aufzunehmen. Vom Verlauf der Cordfäden von Wulst zu Wulst hängt die Reifenbauart ab: Sind die Fäden schräg zur Fahrtrichtung angeordnet, handelt es sich um Diagonalreifen, wenn sie quer angeordnet sind, also im rechten Winkel zur Laufrichtung, spricht man von Radialreifen. PKW-Reifen enthalten immer eine Radialkarkasse, wobei bei Motorrad- und Flugzeugreifen auch eine Mischbauweise zum Einsatz kommt.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Kennzeichnung von Reifen

195 / 65 R 15 91H Reifen-Nennbreite in Millimeter

195 / 65 R 15 91H Flankenhöhe in Prozent

195 / 65 R 15 91H Karkasse, meist "Radiale" Bauweise

195 / 65 R 15 91H Felgendurchmesser in Zoll

195 / 65 R 15 91H Tragfähigkeitskennzahl

195 / 65 R 15 91H Geschwindigkeitskennzeichnung

195 / 65 R 15 91H M+S Kennzeichnung von Allwetter- und Winterreifen


Kautschuk

Hauptbestandteil von Gummi, das die Elastizität garantiert. Kautschuk wird aus dem Saft des Hevea-Baumes gewonnen, der auf Plantagen in äquatornahen Gebieten gezüchtet wird. Um aus der daraus gewonnen Latex-Milch Kautschuk zu erhalten, muss diese gerinnen, hierzu wird Essigsäure beigemischt. Nun entstehen klebrige Krumen, die abgeschöpft und gewaschen werden. Anschließend werden sie zu Lagen gewalzt und zu Blöcken, so genannten Sheets, verpackt. Obwohl Naturkautschuk immer noch wichtig ist, spielt der synthetische Kautschuk in der Reifenproduktion mittlerweile die Hauptrolle, denn diese lassen sich exakt auf die Wünsche der Reifenhersteller anpassen. Der Vorteil im synthetischen Produktionsprozess liegt darin, dass es absolut keine Verunreinigungen gibt.

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)

Korrekter Luftdruck

Zu niedriger Luftdruck führt zu einer starken Erwärmung des Reifens. Reifenschäden, schlechte Fahrstabilität, höherer Reifenverschleiß, höherer Kraftstoffverbrauch, längerer Bremsweg können die Folge sein. Daher ganz wichtig regelmäßig, z.B. bei jedem Tankstopp den Luftdruck überprüfen. Da Luft schleichend austreten kann, ist eine Änderung im Fahrverhalten nicht unbedingt spürbar. Ein korrekter Reifenfülldruck sorgt für ein abrollen mit der ganzen Lauffläche auf der Fahrbahn. Das Profil fährt sich gleichmäßig ab und sie erzielen die maximale Kilometerleistung, haben die größte Haftfläche, den minimalen Bremsweg, optimale Kurvenstabilität bei bestem Fahrkomfort.

Kraftstoffverbrauch

Durch ein angepasstes und vorausschauendes Fahrverhalten kann der Verbrauch von Kraftstoff verringert werden: Reifenluftdruck erhöhen (0,1 - 0,2 bar mehr, als vom Hersteller angegeben)

Im richtigen Moment schalten (fast untertourig fahren)

Vorausschauend fahren (z.B. wenn man sich einer roten Ampel nähert - Gang raus)

Motor aus (z.B. beim Warten vor Bahnübergängen)

Zündkontakte säubern

Möglichst schnell auf die angestrebte Geschwindigkeit beschleunigen

(Quelle: Bundesverband Reifenhandel und Vulkaniseur-Handwerk e.V.)


L:

Lagerung

Gummi altert. Wärme, Feuchtigkeit, Kälte und direkte Sonneneinstrahlung lassen den Reifen schneller altern. Wer sein Fahrzeug saisonal auf passende Reifen umrüstet, sollte daher auf die korrekte Lagerung des zweiten Reifensatzes achten. Wir empfehlen folgenden Punkte zu beachten:

  1. Reifen vor der Demontage deutlich kennzeichnen.

  2. Luftdruck um ca. 0,5 bar erhöhen.

  3. Reifen auf Schäden untersuchen und mögliche Fremdkörper wie kleine Steine aus dem Profil zu entfernen

  4. Reifen kühl, trocken sowie möglichst dunkel lagern

  5. Reifen ohne Felgen sollten senkrecht stehen; mit Felge kann man sie an die Wand hängen, im Liegen stapeln oder einen Felgenbaum verwenden.

Lamellen oder Lamellenreifen

Lamellen sind äußerst fein Einschnitte in den Profilblöcken. Durch die Eigenschaft sich beim Abrollvorgang zu öffnen und zu schließen , werden die Antriebs- und Bremskräfte besser auf die Straße übertragen. Eine ausgereifte Lamellentechnik in Kombination mit entsprechenden Laufflächenmischungen wird heute vorwiegend bei Winterreifen eingesetzt. Diese gewähren auch bei Außentemperaturen unter 7°C sowie auf nassen und verschneiten Fahrbahnen optimale Haftung.

Lauffläche von Reifen

Die Lauffläche eines Reifens ist die einzige Verbindung zur Fahrbahn. Sichtbar ist jedoch nur der mit einem Profil versehenen Laufstreifen. Die stabilisierende Schicht darunter bleibt verborgen. Die Lauffläche überträgt ALLE vom Fahrzeug ausgehende Kräfte. Durch die Entwicklung neuer Profile und Designs sowie der Entwicklung sezieller Gummimischungen für die Lauffläche, können die Leistungsmerkmale eines Reifens entscheidend auf seinen Verwendungszweck hin optimiert werden.

Die Aufstandsfläche des Reifens bezeichnet den Teil der Lauffläche, welcher den Kontakt zum Untergrund bzw. der Fahrbahn herstellt. Durchschnittliche PKW Reifen verfügen über eine Aufstandsfläche welche in etwa der Größe einer Postkarte entspricht.

Laufleistung

Laufleistung bezeichnet die Lebensdauer eines Reifens bis zur Verschleißgrenze. Viele Faktoren beeinflussen die Laufleistung. Je nach Fahrzeug, der Fahrweise, der Beladung und Fahrstrecke variiert der Verschleiß. Fahrzeuge mit Frontantrieb verschleißen die Vorderreifen meist deutlich früher als die Hinterreifen. Der Reifenfachhandel empfiehlt das Wechseln des Sommerreifens bei einem Restprofil von 3 mm, ein Wechsel der Winterreifen bei 4 mm Restprofiltiefe. Die gesetzlich vorgeschriebene Restprofiltiefe beträgt 1,6 Millimeter

Laufrichtung und Laufrichtungsbindung

Laufrichtungsbindung: Bestimmte Reifenprofile und Karkassen werden so konstruiert, dass sie in der vorgeschriebenen Laufrichtung abrollen müssen. Diese reifen verfügen über eine entsprechende Kennzeichnung.

Es gibt auch Reifen welche keine Laufrichtungsbindung haben dafür jedoch eine Markierung „inside“ und „outside“ tragen. Bei diesen Reifen muss outside vom Fahrzeug weg zeigen.

Lenkpräzision

Die Lenkpräzision eines Fahrzeuges wird von verschiedenen Faktoren beeinflusst. Aufbau der Lenkung, Fahrwerk, Reifen, das Fahrzeuggewicht sowie Zustand und Beschaffenheit der Fahrbahn beeinflussen die Lenkpräzision maßgeblich. Die Rückmeldung und das Fahrverhalten bei Kurvenfahrten sowie die Genauigkeit bei Kurvenfahrten sind Kriterien zur Beurteilung der Lenkpräzision. Sport- oder Hochleistungsreifen sind meist besonders lenkpräzise.

Loadindex, Lastindex oder Tragfähigkeitsindex

Der Lastindex besteht aus einer zwei- bis dreistellige Zahl am Ende der Größenbezeichnung eines Reifens. Beispiel: 215/65 R 15 104 T. Die Zahl 104 die maximale Tragfähigkeit des Reifens.

Liste Tragfähigkeitsindex:

Lastindex Last je Reifen [kg]

19 77,5

20 80

21 82,5

22 85

23 87,5

24 90

25 92,5

26 95

27 97,5

28 100

29 103

30 106

31 109

32 112

33 115

34 118

35 121

36 125

37 128

38 132

39 136

40 140

41 145

42 150

43 155

44 160

45 165

46 170

47 175

48 180

49 185

50 190

51 195

52 200

53 206

54 212

55 218

56 224

57 230

58 236

59 243

60 250

61 257

62 265

63 272

64 280

65 290

66 300

67 307

68 315

69 325

70 335

71 345

72 355

73 365

74 375

75 387

76 400

77 412

78 425

79 437

80 450

81 462

82 475

83 487

84 500

85 515

86 530

87 545

88 560

89 580

90 600

91 615

92 630

93 650

94 670

95 690

96 710

97 730

98 750

99 775

100 800

101 825

102 850

103 875

104 900

105 925

106 950

107 975

108 1000

109 1030

110 1060

111 1090

112 1120

113 1150

114 1180

115 1215

116 1250

117 1285

118 1320

119 1360

120 1400

121 1450

122 1500

123 1550

124 1600

125 1650

126 1700

127 1750

128 1800

129 1850

130 1900

131 1950

132 2000

133 2060

134 2120

135 2180

136 2240

137 2300

138 2360

139 2430

140 2500

141 2575

142 2650

143 2725

144 2800

145 2900

146 3000

147 3075

148 3150

149 3250

150 3350

151 3450

152 3550

153 3650

154 3750

155 3875

156 4000

157 4125

158 4250

159 4375

160 4500

161 4625

162 4750

163 4875

164 5000

165 5150

166 5300

167 5450

168 5600

169 5850

170 6000

171 6150

172 6300

173 6500

174 6700

175 6900

176 7100

177 7300

178 7500

179 7750

180 8000

181 8250

182 8500

183 8750

184 9000

185 9250

186 9500

187 9750

188 10000

189 10300

190 10600

191 10900

192 11200

193 11500

194 11800

195 12150

196 12500

197 12850

198 13200

199 13600

200 14000

201 14500

202 15000

203 15550

204 16000



Luftdruck

Zu niedriger Luftdruck führt zu einer starken Erwärmung des Reifens. Reifenschäden, schlechte Fahrstabilität, höherer Reifenverschleiß, höherer Kraftstoffverbrauch, längerer Bremsweg können die Folge sein. Daher ganz wichtig regelmäßig, z.B. bei jedem Tankstopp den Luftdruck überprüfen. Da Luft schleichend austreten kann, ist eine Änderung im Fahrverhalten nicht unbedingt spürbar. Ein korrekter Reifenfülldruck sorgt für ein abrollen mit der ganzen Lauffläche auf der Fahrbahn. Das Profil fährt sich gleichmäßig ab und sie erzielen die maximale Kilometerleistung, haben die größte Haftfläche, den minimalen Bremsweg, optimale Kurvenstabilität bei bestem Fahrkomfort.

Bitte gehen Sie bei einer Messung sowie der Einstellung des Luftdruckes Ihrer Reifen wie folgt vor:

- Messen Sie den Luftdruck immer am kalten Reifen

- Korrigieren Sie den Luftdruck am kalten Reifen und nicht am Betriebswarmen Reifen

- die Luftdrücke sollten achsweise gleich sein, können allerdings zwischen der Vorder- und Hinterachse differieren.

- die Ventilkappen sollten immer fest aufgeschraubt sein. Sie verhindern das Eindringen von Staub und Schmutz und schützen das Ventil vor schmutzbedingter Undichtigkeit. Ersetzen Sie eine fehlende Ventilkappe sofort

Luftsensor Felgen

Reifendruckkontrollsysteme (RDKS) bzw. Tire-pressure monitoring systems (TPMS) dienen der Überwachung des Reifendrucks. Man unterscheidet Indirekte Systeme welche Sensordaten von ABS, Traktionskontrolle u.a. zur Errechnung von z.B. Abweichungen im Abrollumfang verwenden von den direkten Systemen welche über einen Drucksensor eine Messung vornehmen. Direkte Systeme benötigen spezielle Luftsensorfelgen welche über die Aufnahme des spezifischen Sensors verfügen.

Luftverlust

Reifen verlieren immer Luft. Luftmoleküle können selbst bei einem luftdichten Reifen angsam nach außen gelangen. Dadurch nimmt der Luftdruck stetig ab. Luftverlust lässt das Fahrzeug instabil werden, das Fahrverhalten verschlechtert sich deutlich. Besonders kritisch ist der Luftverlust an der Hinterachse, diese dient der Spurführung des Fahrzeuges.


M:

M/C – Kennzeichnung für Motorradreifen

M/C ist die Kennzeichnung eines Motorradreifens.

z.B. Metzeler Racetec Interact K3 M/C 190/55 ZR17 75W tl

M/C ist die englische Abkürzung für Motorcycle, zu deutsch Motorrad.

M+S

M+S Reifen sind Pkw-Reifen für den Einsatz bei Matsch und Schnee (englisch Mud + Snow). Diese Kennzeichnung wird bei Winter- und Ganzjahresreifen verwendet.

M/T (englisch Mud Terrain)

M/T ist eine Bezeichnung für spezielle Gelände- oder Offroad Reifen. Meist werden diese für 4x4 Fahrzeuge verwendet welche bis zu 80% im Gelände eingesetzt werden.

Matchen

Matchen ist ein spezielles Reifenmontage-Verfahren. Hierbei wird die Lage des Reifens auf der Felge so optimiert, daß ein optimaler Rundlauf bei minimalstem Höhen- sowie Seitenschlag erzielt wird.

Mischbereifung

Mischbereifung sollte immer vermieden werden. Die gleichzeitige Verwendung verschiedener Reifentypen auf Vorder- und Hinterachse können das Fahrverhalten negativ beeinflussen. Pro Achse ausschließlich die gleichen Reifen verwenden. Mischbereifung aus Sommer- und Winterreifen ist besonders gefährlich.


N:

Nachschneiden

Das Nachschneiden des Profils ist eigentlich nur bei Nutzfahrzeugreifen vorgesehen und muss bereits bei der Reifenherstellung konstruktiv berücksichtigt werden. Im Rennsport werden gelegentlich Slicks von Hand mit Profilen versehen.

Negativanteil oder Negativprofil

Als Negativanteil werden die Vertiefungen im Reifenprofil bezeichnet. Die Profilrillen dienen vor allem dazu, das Wasser aus dem Profil abzuleiten. Somit beeinflusst das Negativprofil die Aquaplaningeigenschaften eines Reifens massgeblich. Das Gegenteil dazu bildet das Profil welches auch Positivanteil genannt wird.

Niederquerschnittreifen

Niederquerschnittreifen werden meist Reifen mit einem Höhe/Breite-Verhältnissen ab ungefähr 50% oder weniger (Höhe zu Breite) bezeichnet (z.B. 225/50 ZR 17 ). Unterschieden werden, Ballon-Reifen, Super-Ballon-Reifen, Niederquerschnitt-Reifen und Super-Niederquerschnitt-Reifen. Alle haben ein spezifisches Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite.

Die Vorteile von modernen Niederquerschnittreifen treten insbesondere bei Fahrzeugen höherer Geschwindigkeitsklassen zu Tage. Sie erhöhen die Fahrstabilität, bieten eine bessere Lenkpräzision und können nach einer Umrüstung sogar die Möglichkeit zum Einbau einer größeren und wirksameren Bremsanlagen bieten. Sogenannte Breitreifen verfügen häufig über ein besonders ansprechendes Profil-Design, denn Sie sollen auch optisch sehr sportlich erscheinen.

Notlaufreifen (Run Flat Reifen) und Notlaufeigenschaften

Verlieren normale Reifen Luft beginnen Sie zu walken. Durch die enorme Hitzeentwicklung wird der Reifen meist in kürzester Zeit nahezu vollständig zerstört.

Moderne Reifen mit Notlaufeigenschaften sollen dies verhindern. Viele Herstellerschreiben jedoch dafür ein Reifendruck-Kontrollsystems vor, denn aufgrund der erstaunlich guten Fahreigenschaften trotz Luftverlust kann es passieren, dass der Autofahrer den Reifendefekt nicht bemerkt.

Je nach Hersteller werden maximale Geschwindigkeiten und Distanzen angegeben.

Die Notlaufeigenschaft wird durch einen verstärkten Reifenaufbau erreicht. Vor allem die Wulst, die Seitenwand sowie der Gürtel sind verstärkt und die verwendeten Gummimischung sind sehr hitzebeständig. So ein vestärkter Reifen bleibt auch bei Druckluftverlust sehr stabil und springt nicht von der Felge.

Die Montage von Notlaufreifen auf herkömmlichen Felgen ist grundsätzlich möglich, fragen Sie im Zweifel Ihren Reifenfachhändler.

Trotz dieses Sicherheitsaspektes, kleine Nachteile haben die Notlaufreifen jedoch auch. Sie bieten schlechtere Federungseigenschaften des Reifens selbst sowie durch die höhere ungefederte Masse, die Montage ist schwieriger und die Notlauflaufreifen sind vergleichsweise teuer.

Einige Bezeichnungen und Hersteller für Notlaufreifen:


RFT - Run-Flat-Tyre (engl. = Reifen mit Notlaufeigenschaften ); Hersteller Bridgestone

SSR - Self Supporting Runflat Tire (engl. = Selbsttragender Notlaufreifen); Hersteller Continental

DSST - Dunlop Self Supporting Technology (engl. = Selbstragende Technologie); Hersteller Dunlop

ZP - Zero Pressure (engl. = Null Druck); Hersteller Michelin

RunOnFlat – (engl. = Fahren mit Plattfuß); Herstellet Goodyear

Run Flat – (engl. = Fahren mit Plattfuß); Hersteller Pirelli

Eufori@ = eine Technologie-Bezeichnung von Pirelli

MO Extended = eine Kennzeichnung von Mercedes

XRP = eXtendet Run Flat Performence (engl.= erweiterte Notlaufeigenschaft); Hersteller Kumho


O:


Offroad-Reifen

Offroad-Reifen sind speziell für Geländefahrzeuge entwickelte Reifen und Profile. Sie sind je nach Ausführung und Verwendung optimal für die Bedingungen von Fahrten abseits der Straße ausgelegt und weniger für den Straßenbetrieb geeignet oder verfügen über weniger gute Offroaf-Eigenschaften dafür jedoch gute Leistungen auf der Straße. Viele Offroad-Reifen haben eine M+S-Kennung.


P:

Panne Reifenpanne oder Pannensysteme

Im Folgenden eine kurze Übersicht über die verschiedenen Möglichkeiten.

Ersatzrad (wird immer seltener)

Notrad (sehr schmales Rad! Höchstgeschwindigkeit auf max. 80 km/h beschränkt, Fahrstrecke begrenzt)

Reifendichtmittel (benötigen eine Tankstelle oder eigenen Kompressor zum Nachfüllen des Luftdrucks)

Notlaufreifen (Reifen welche bedingt durch Ihren Aufbau trotz totalem Luftverlust noch Notlaufeigenschaften haben. Siehe Notlaufreifen.)

Positivanteil oder Positivprofil

Als Positivanteil werden die Erhebungen vom Reifenprofil bezeichnet. Die Profilrillen, auch Negativanteil dienen vor allem dazu, das Wasser aus dem Profil abzuleiten. Somit beeinflusst das Negativprofil die Aquaplaning- der Positivanteil das Haftungsverhalten des Reifens.

PR oder Ply Rating Kennzeichnung

Ply Rating (PR) ist eine alte Bezeichnung und beschreibt die Tragfähigkeit eines Reifens. Heute ist jedoch der Tragfähigkeitsindex die maßgebliche Größe für die Tragfähigkeit eines Reifens.

Die PR-Zahl beschreibt die Festigkeit des verwendeten Karkassenmateriales im Vergleich zu Baumwollcord. Die Bezeichnung wurde überwiegend bei C-Reifen verwendet.

Profiltiefe Reifen oder Reifenprofiltiefe

Unter der Reifenprofiltiefe versteht man die Höhe bzw. Tiefe des auf der Lauffläche vorhandenen Profiles. Die Aufgabe des Reifenprofils ist es den Kontakt zur Fahrbahn aufrecht zu erhalten und muss dazu Wasser, Schnee, Schneematsch aus der Lauffläche ableiten. Die gesetzliche vorgeschrieben Mindestprofiltiefe für Motorräder und Autos beträgt 1,6 mm. Der Reifenfachhandel hält dies für sehr wenig, die Gefahr von Aquaplaning sei dann schon sehr hoch. Zur Überprüfung der Profiltiefe verfügen moderne Reifen über die Verschleiß-Indikatoren oder auch Tread Wear Indicator (TWI).

Der Reifenfachhandel empfiehlt: Sommerreifen Mindest-Profiltiefe 3 mm und Winterreifen Midest- Profiltiefe von 4 mm.

PSI ( engl. Pound-force per square inch) Luftdruck, Reifenluftdruck

PSI ist ein altes Maß für Druck, das heute v.a. im Amerikanischen Sprachraum noch Verwendung findet. PSI ist die Abkürzung für Pound-force per square inch. (engl. = Kraft mit der ein Pfund auf eine Fläche von 1x1 Zoll drückt).

Gebräuchlicher ist die Angabe des Luftdrucks in BAR. 1 Bar entspricht 14.5038 PSI. 1 PSI entspricht 0.068947 BAR.

Q:

Quer-Aquaplaning, Queraquaplaning

Queraquaplaning beschreibt den Verlust der Haftreibung eines Fahrzeuges auf regennasser Fahrbahn bei Kurvenfahrt. Die seitlichen Fliehkräfte sind größer als die Haftreibung der Reifen auf der Straße und das Fahrzeug bricht aus.

Querschnittsverhältnis

Das Querschnittverhältnis beschreibt das Verhältnis von Reifenhöhe zu Reifenbreite in %. Beispiel: Ein Reifen der Dimension 195/65 R 15 hat eine Breite von 195 mm, die Höhe beträgt 65 % der Breite.


R:

Radialreifen

Die Anordnung der Cordfäden im Reifen bestimmt seine Aufbauart. Bei Diagonalreifen sind die Cordfäden Schräg zur Fahrtrichtung angeordnet wohingegen die von Radialreifen quer zur Laufrichtung angeordnet sind. Moderne PKW-Reifen verfügen beinahe immer über eine Radialkarkasse. Bei Motorradreifen kommt auch eine Mischbauweise zum Einsatz, der Diagonal-Gürtelreifen. Offroadmotorräder werden meist mit Diagonalreifen ausgestattet. Die Größenbezeichnug wäre z.B. 100/90-21 57H

Radlast

Radlast ist die Summe der Gewichte von Fahrzeug und Ladung, welche auf dem Reifen lastet. Die Radlast kann durch einfaches wiegen auf einer geeigneten Waage ermittelt werden. Die zulässige Tragfähigkeit des Reifens ist in seiner Bezeichnung erhalten. Siehe Tragfähigkeitsindex.

Reifenfüllmittel oder Füllmittel für Reifen

Seit einigen Jahren werden im Reifenfachhandel speziell dichtende Gase als Reifenfüllungen angeboten, die jedoch überwiegend im Fernverkehr eingesetzt werden. Diese Gase entweichen nicht durch die Seitenwand und können den einmal eingestellten Fülldruck etwa ein Jahr halten.

In der Praxis des Reifenfachhandels werden ausserdem viele Reifen mit speziellen Einsatzzwecken ausgeschäumt. Dies dient der Absicherung gegen Reifenpannen. Verwendete Marken sind z.B. Polyfill (Rösler Gruppe) oder Eurofill (Unternehmen der Marangoni-Gruppe).

Laut BRV lehnen jedoch alle Reifenhersteller die Gewährleistung für derart behandelte Reifen ab.

Reifengröße - Reifenbezeichnung

Ein Autoreifen trägt folgende Angaben auf der Seitenwand:

Reifenbreite in Millimeter

Verhältnis von Flankenhöhe zu Laufflächenbreite in Prozent

Bauweise der Karkasse (D für Diagonal- oder R für Radialreifen)

Felgendurchmesser in Zoll

Tragfähigkeitsindex

Geschwindigkeitsindex (Geschwindigkeitskategorie)


Die Erklärung anhand eines Beispiels: 195/65 R15 91 H folgendes:

195 die Reifenbreite beträgt 195mm

65 ist die prozentuale Flankenhöhe im Verhältnis zur Reifenbreite

R kennzeichnet die Bauweise der Reifenkarkasse, hier der übliche Radialreifen

15 Felgendurchmesser in Zoll

91 der Tragfähigkeitsindex des Reifens, in diesem Beispiel 615 kg

H der Geschwindigkeitsindex; die maximal erlaubte Geschwindigkeit für H Reifen beträgt 210 km/h


Reifengröße im Fahrzeugschein

Finden Sie die passenden Reifen anhand Ihres Fahrzeugscheins. Im Fahrzeugschein finden Sie die für dieses Fahrzeug vorgeschriebene Reifengröße eingetragen. Im alten Fahrzeugschein unter den Ziffern 20-23 im neuen Fahrzeugschein unter 15.1 und 15.2, bei Fahrzeugen mit 3 Achsen auch 15.3 .

WICHTIG: Vor einer Bestellung sollten Sie unbedingt die tatsächlich montierte Reifengröße mit der im Fahrzeugschein eingetragenen vergleichen. Bei Fahrzeugen mit neuem Fahrzeugschein kann es hier zu Abweichungen kommen, da im Fahrzeugschein nur eine Reifengröße eingetragen ist, die tatsächlich montierte Reifengröße jedoch von der Eintragung abweichen kann.

Reserverad, Notrad, Reifenpanne

Rein statistisch gesehen passieren Reifenpannen nur alle 120.000 bis 150.000 Kilometer. Wenn man trotzdem das Pech einer Reifenpanne hat ist man über ein Reserverad sehr froh. In modernen PKW wird das Reserverad oftmals durch ein kleines und schmales Notrad ersetzt, welches nur begrenzt nutzbar ist. In jedem Fall sollten Sie bei der Luftdruckkontrolle auch immer Ihr Reserverad oder Notrad einbeziehen, denn auch nicht benutzte Reifen verlieren Luft.

Retread, recap, remould oder auf Deutsch runderneuert

Retread ist englisch und bedeutet übersetzt runderneuert. Bei diesen Reifen wird auf der Seitenwand ein R oder der Schriftzug Retread aufgebracht.

Rollwiderstand

Der Rollwiderstand eines Reifens maßgeblichen Einfluss auf den Kraftstoffverbrauch des Fahrzeuges. Je geringer der Rollwiderstand desto weniger Haftreibung, denn es werden ja auch weniger Kräfte übertragen. Bei der Entwicklung und Produktion von Reifen ist dies seit jeher ein Zielkonflikt

Eine Erhöhung des Reifendrucks kann zu einem niedrigeren Rollwiderstand führen, aber dies funktioniert ohne Sicherheitseinbußen nur bis zu ca. 0,5 Bar über dem empfohlenen Druck. Der Fahrkomfort kann leiden, das Fahrzeug „hoppelt“ auf der Straße und es kann außerdem zu einem ungleichmäßigen Reifenverschleiß kommen.

Run-Flat-Tire

Siehe Notlaufreifen.

Runderneuert, Runderneuerung

Ein Reifen welcher Runderneuert wird erhält in einem speziellen Arbeitsprozess fabrikfrische, profilierte Laufstreifen aufvulkanisiert. Vergleichbar zu einem Paar Schuhe werden die Reifen neu besohlt.

Rim Protector, Felgenschutz

Rim Protector (engl. = Felgenschutz ) ist ein Gummistreifen welcher rund um den Reifen, an der Seitenwand etwa in Höhe der Reifenwulst verläuft. Da der Schutz sich vom Reifen abhebt, wird eine Berührung der Felge mit z.B. einer Bordsteinkante verhindert, da zuerst der Rim Protector schleift oder berührt und den Fahrer rechtzeitig vor Beschädigungen warnt. Zusätzlich die dünne Seitenwand des Reifens vor mechanischen Beschädigungen geschützt.

Rim Protection ist außerdem der Begriff für eine Montagehilfe speziell für Motorradreifen. Sie soll bei der Montage ( auch Demontage) des Reifens verhindern, daß die Montierhebel die Felgen beschädigen.

Rotation als Reifenkennzeichnung

Reifen mit der Kennzeichnung Rotation ( engl. = Drehung /Umdrehung) haben einen Pfeil welcher die Laufrichtung des Reifens anzeigt. Diese Reifen werden auch als laufrichtungsgebundene Reifen und das Profil wird als laufrichtungsgebundenes Profil bezeichnet. Der Pfeil weist immer nach vorne, also in normaler Fahrtrichtung.


S:

Schaden an Reifen – Reifenschäden – Reifenbeschädigung

Reifenschäden können verschiedene Ursachen haben:

  • Beschädigung durch Dampfstrahler

  • Zu hoher oder niedriger Luftdruck

  • falsch ausgewuchtete Räder

  • verstellte Achsgeometrie ( Spur, Sturz usw.)

  • Fremdkörper wie Schrauben, Nägel, Scherben usw.

  • Fehlerhafte Montagefehler

  • Schnelles Überfahren von Schlaglöchern, Bordsteinkanten, Steinen oder anderen Hindernissen

  • Parken auf einer Bordsteinkante

  • Zu hohe Geschwindigkeit

  • Überladung des Fahrzeugs (Tragfähigkeitsindex nicht beachtet)

  • Kontakt mit Chemikalien, Öl, Kraftstoff

  • Beschädigung durch Dampfstrahler

Scheuerleiste – Reifenscheuerleiste

Die Scheuerleiste oder auch Reifenscheuerleiste ist ein Verstärkung der empfindlichen Seitenwand eines Reifens.

Scheuerleisten werden häufig bei Geländereifen oder C-Reifen verwendet und bieten einen hohen Schutz bei Bordstein- bzw. Steinkontakt.

Scheibenräder (einteilig)

Die am häufigsten verwendeten Räder sind einteilig. Meist werden Sie als Scheibenräder ausgeführt und bestehen aus Radscheibe oder auch Radschüssel genannt, sowie der Felge. Die Radscheibe verbindet Felge und Nabe, wobei die Felge den Reifen aufnimmt.

Radscheibe und Felge können entweder verschweißt, als ein Teil gegossen oder geschmiedet werden. Mehrteilige verschraubte Scheibenräder sind die Ausnahme für Tuningfahrzeuge oder im Rennsport. Gegossene Scheibenräder bestehen aus Guss- Teil, dem Gussrohling, der formgeschmiedet wird. Anschließend erfolgt die exakte Bearbeitung durch spanende Werkzeuge. Gegossene sowie geschmiedete Räder bieten höchste Festigkeit und besten Rundlauf durch die exakte Bearbeitung, sind jedoch auch teurer als geschweißte Stahl- Scheibenräder gleicher Größe.

Schlauchlose Reifen – Tubeless

Schlauchlose Reifen verfügen innen über eine abdichtenden Gummischicht welche Innenseele oder Inliner genannt wird. Sie haben die Eigenschaft sich selbst auf der Felge abdichten zu können.

Die Kennzeichnung schlauchloser Reifen: Die Beschriftung am Reifen lautet „Tubeless“ (engl. = Schlauchlos)

Schlauchlose Reifen bieten einige Vorteile und werden daher heute in der Regel verwendet. Die Montage ist leichter, das Gewicht ist geringer und Schlauch und Mantel reiben nicht aneinander.

Schlupf

Schlupf entsteht beim durchdrehen oder blockieren eines Rades und stellt die Abweichung zwischen Radumfang und zurückgelegter Strecke pro Radumdrehung dar. Bei einem Burnout auf der Stelle z.B. beträgt der Schlupf 100%. Ebenso bei einem voll blockierenden Rad.

Schneeflocke Symbol – Schneeflocken Kennzeichnung

Seit einigen Jahren ist das Schneeflockensymbol auch in Europa auf dem Siegeszug. Es stellt immer mehr eine Art Gütesiegel für Winterreifen dar. Testergebnisse beweisen, daß Reifen mit diesem Symbol zu den besten Vertretern Ihrer Gattung gehören. Das Schneeflockensymbol ist kein Ersatz, sondern eine ergänzende Kennzeichnung für Winterreifen mit M&S- Kennzeichnung.

Da Reifenhersteller an keine Vorgaben bzgl. der M&S Kennzeichnung gebunden sind und diese teilweise auch auf Sommerreifen von Billig-Marken zu finden sind sollten Sie sich nur auf Markenreifen mit dem Schneeflocken Symbol verlassen.

Schneeketten

Schneekette bezeichnet eine am Rad zu befestigende Fahrhilfe für Fahrzeuge die auf schneebedeckten Straßen fahren. In manchen Regionen wird im Winter das aufziehen von Schneeketten zur Pflicht. Schneeketten sollten nur genutzt werden wenn wenn kein Fahrbahnbelag mehr unter der Schneedecke zu erkennen ist.

Schrägschulter Felge – Schrägschulter Felge

Dieser Felgentyp wird hauptsächlich für Kraftomnibusse oder Lastkraftwagen verwendet. Sein Aufbau erleichtert das Aufziehen großer Reifen.

Schulter Reifen - Reifenschulter

Als Reifenschulter wird der Übergang der Lauffläche zur Reifenflanke bezeichnet.

Seitenschlag Reifen, Rad, Felge

Wenn ein Rad beim Ablauf vertikal zur Drehrichtung Abweichungen zur Planebene aufweist, nennt man dies Seitenschlag. Ein Seitenschlag lässt sich manchmal durch Matchen (siehe Matchen) minimieren.

Sieben Grad – 7°

Unter der Sieben-Grad-Grenze ist der Temperaturbereich gemeint, für welchen Winterreifen optimiert sind. Auch moderne Mischungstechnologie kann den Spagat zwischen den Anforderungen für den Sommer- und Winterbetrieb nicht meistern. Winterreifen verfügen meist über einen höheren Anteile an Naturkautschuk, den dieser bleibt im Gegensatz zu dem üblicherweiße in Sommerreifen verwendeten künstlichen Kautschukarten selbst bei niedrigen Temperaturen noch flexibel und kann damit besseren Kontakt zur Fahrbahn herstellen.

Silica – Silika – Silica-Gummischung – Silica Anteil Reifen

Silica wird bei der Herstellung moderner Reifen verwendet. Silica (engl. = Kieselerde) ist die Bezeichnung für das Salz der Kieselsäure. Das weiße Pulver ist ein wichtiger Bestandteil moderner Gummimischungen für den Laufstreifen des Reifens. Vielen modernen Reifen verwenden für die Gummimischung Silica anstelle von Ruß. Kautschuk, Silica, Schwefel und Kohlenstoff bilden die Grundlage für eine Reifenmischung. Neben Vorteilen wie besserer Nasshaftung, niedrigem Abrieb und gesteigerter Laufleistung können diese Reifen auch in Farbe ausgeführt werden.

Slicks – Slick Reifen – Rennsport Reifen

Als Slick werden profilose Rennreifen bezeichnet (slick: engl. = glatt).

Die Lauffläche eines Slicks ist unprofiliert und vollständig glatt. Rennreifen verwenden verschiedenste Gummimischungen, teilweise sogar an einem Reifen in verschiedenen Berreichen. In der Formel 1 werden aktuell z.B. Gummimischungen wie Supersoft, Soft, Medium und Hard verwendet um je nach Luft- und Streckentemperatur, Streckenbeschaffenheit und Taktik immer optimal bereift zu sein. Slicks haben keine Straßenzulassung. Moderne Sportreifen für Motorräder verfügen zum Teil über verschiedene Laufflächenzonen mit unterschiedlichen Mischungen für optimalen Grip in tiefer Schräglage in Kombination mit hoher Laufleistung. Die Haftungswerte eines Slicks können nur auf trockener Fahrbahn erreicht werden. Ohne Profil wird bei Nässe kann kein Wasser abgeleitet. Daher werden im Rennsport Intermediates für feuchte und Full Wet (engl. = Voll-Regenreifen) bei nasser Straße verwendet.

Sommerreifen

Sommerreifen sind ganz speziell für den Einsatz bei hohen Temperaturen ausgelegt. Das Profildesign sowie die Gummimischung sind speziell auf diese Anforderung hin entwickelt. Allerdings haben diese Reifen bereits bei Temperaturen ab + 7 Grad deutliche Nachteile gegenüber Winterreifen.

Speed Index - Geschwindigkeitsindex – Speedindex - SI

Der Speed Index (Abkürzung: SI) eines Reifens gibt seine zulässige Höchstgeschwindigkeit an.

Spikes

Bis 1975 war die Lauffläche vieler Winterreifen mit speziellen Metallspitzen versehen, den Spikes. Spikes bieten eine hervorragende Haftung auf Eis und Schnee sind heute jedoch nur noch eingeschränkt in skandinavischen Ländern erlaubt.

Statische Unwucht Rad/Reifen

Eine statische Unwucht der Rad/Reifenkombination zeigt sich im Rundlauf des Rades. Mit statischer Unwucht springt oder hüpft es regelrecht auf der Straße. Ein Rad welches sich auf einer waagerechten Achse frei drehen kann, muss in jeder beliebigen Position stehen bleiben können. Da die schwerste Stelle des Rades immer nach unten zeigt lässt sich mittels Gegengewicht an der gegenüberliegenden Seite des Rades die Unwucht ausgleichen.

StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) und StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung)

Die StVO (Straßenverkehrs-Ordnung) sowie die StVZO (Straßenverkehrs-Zulassungs-Ordnung) der Bundesrepublik Deutschland schreiben gemeinsam die technischen Voraussetzungen zur Verkehrstauglichkeit eines Fahrzeuges vor. Auch Rechte und Pflichten eines Fahrzeugführers sind darin zu finden.

Super-Niederquerschnitt-Reifen – Superniederquerschittsreifen

Super-Niederquerschnitt-Reifen bezeichnet sehr niedrig bauende Reifen der Gattung der Niederquerschnittsreifen. Das Verhältnis Höhe zu Breite ist bei dieser Bauart besonders extrem gewählt.

Synthetischer Kautschuk – künstlicher Kautschuk - Kunstkautschuk

Man unterscheidet grundsätzlich den Naturkautschuk ( gewonnen aus dem Kautschukbaum oder Parakautschukbaum; Familie der Wolfsmichgewächse) und dem synthetischen Kautschuk. Synthetischer Kautschuk besteht vereinfacht gesprochen aus verketteten Kohlenwasserstoffatomen, den Kohlenwasserstoffmolekülen Heute wird synthetischer Kautschuk hauptsächlich vor allem durch die sogenannte Polymerisation hergestellt. Als Ausgangs-Rohstoff wird meist Styrol und 1,3-Butadien, oder Styrolacrylat, Reinacrylat sowie Vinylacetat verwendet.


T:

Tragfähigkeitsindex - Tragfähigkeit Reifen – Tragfähigkeitskennzahl – Reifentragfähigkeit -LI

Der Tragfähigkeitsindex, auch Load-Index (LI) genannt ist eine zwei oder dreistellige Zahl und steht am Ende der Größenbezeichnung eines Reifens: z.B. 195/65 R 15 91 V. Die Zahl 91 (bis 615 kg) kennzeichnet die maximale Tragfähigkeit des Reifens.

Traktion

Der Wortstamm liegt im lateinischen, Das Verb trahere bedeutet übersetzt ziehen. Bei PKW, LKW und Motorrad versteht man darunter die Umwandlung der Antriebskraft in Vortrieb.

Tubeless Reifen – Schlauchlose Reifen

Die Kennzeichnung Tubeless (engl. = Schlauchlos) wird für Reifen ohne Schlauch verwendet. Der Begriff Tubeless ist gut sichtbar am Reifen angebracht. Moderne PKW und Motorräder verwenden üblicherweiße TL (Tubless) Reifen. Reifen mit dieser Kennzeichnen dürfen nicht mit Schlauch gefahren werden.

Tread Wear Indicator (TWI) - Tread Wear Indikator - Verschleißanzeige Reifen

Tread-Wear-Indikator (TWI) wir die in die Lauffläche integrierte Profilabnutzungsanzeige oder Reifenverschleißanzeige genannt. Diese sind als durchgehende Stege in den Profilrillen zu finden und leicht zu erkennen. Wird die Mindestprofiltiefe erreicht ist der TWI in den Hauptprofilrillen gut sichtbar.


U:

Uebersteuern - Übersteuern

Übersteuern ist grundsätzlich ein seitliches ausbrechen des Fahrzeug-Hecks. Ursachen dafür können z.B. abruptes Gaswegnehmen in einer Kurve sein. Dabei werden die Hinterräder entlastet, erzeugen wenig Haftreibung und das Fahrzeugheck bricht tangential aus der Fahrspur heraus. Heckgetriebene Fahrzeuge lassen sich häufig durch gezieltes Gasgeben in Kurven zum Übersteuern bewegen. Dies wird sofern kontrolliert ausgeführt Drift genannt. Das Gegenteil zu einem Fahrzeug welches übersteuert ist ein Fahrzeug welches Untersteuert.

Untersteuern

Ein typisches Fahrverhalten bei frontgetriebenen Autos sowie Fahrzeugen mit wenig rennsportlichen Genen. Untersteuern beschreibt, wenn ein Fahrzeug in Kurven über die Vorderachse tangential zum Kurvenrand schiebt. Das Gegenteil ist Übersteuern. Ganz vereinfacht dargestellt bedeutet Untersteuern zu wenig und Übersteuern zu viel Kurvenradius.

Unwucht – Unwuchten - Reifenunwucht

Unwuchten sind Masseungleichgewichte an der Rad-Reifenkombination. Normalerweise werden Unwuchten bei der Montage der Reifen auf der Felge sofort auf einer Wuchtmaschine bestimmt und mittels Ausgleichsgewichten neutralisiert.

Unbedenklichkeitsbescheinigung

Wollen Sie Ihr Fahrzeug auf Reifen anderer Dimension umrüsten und die von Ihnen gewünschte Reifengröße ist nicht in Ihrem Fahrzeugschein aufgeführt, können Sie beim Hersteller der Reifen eine Bescheinigung über die technischen Reifendaten anfordern. Werden Änderungen an Ihrem Fahrzeug vorgenommen die Abweichungen zu Ihrem Fahrzeugschein aufweißen (Z.B. Reifenformat oder Reifendimension, Felgengröße oder Felgenbreite, Felgendurchmesser) müssen diese bei einem Sachverständigen wie z.B. dem TÜV abgenommen werden.


V:

Ventil – Reifenventil – Reifen Ventil

Es gibt unterschiedliche Arten von Ventilen. Gummiventile, die von innen in das vorgesehene Felgenloch eingezogen werden und sich selbst abdichten, sowie Schraubventile welche zur Abdichtung einen Dichtring verwenden. Viele Ventile sind gerade ausgeführt, einige weisen jedoch winkel bis zu 90° auf. Dies dient z.B. dem einfacheren Prüfen und Füllen des Luftdruckes bei Motorrädern, welche oftmals über sehr große Bremsscheiben verfügen. Für Hochgeschwindigkeitsfahrzeuge werden Ventile aus Metall oder sehr kuru ausgeführte Ventile aus Gummi verwendet. Diese Ventile bieten bei sehr hohen Geschwindigkeiten einen Sicherheitsvorteil, da sie kaum einem fliehkraftbedingten Luftverlust unterliegen. Generell sollte die Ventilkappe montiert sein um das Ventil vor Staub und Feuchtigkeit zu schützen.

Ventilkappe Reifen – Ventilkäppchen - Reifenventilkappe – Reifen Ventilklappe

Die Ventilkappe sollte immer montiert sein. Sie schützt das Ventil vor Staub und Feuchtigkeit zuverlässig. Sie sollten bei Verlust umgehend ersetzt werden.

Verschleißanzeige Reifen – Verschleißindikator (TWI)

Tread-Wear-Indikator (TWI) wir die in die Lauffläche integrierte Profilabnutzungsanzeige oder Reifenverschleißanzeige genannt. Diese sind als durchgehende Stege in den Profilrillen zu finden und leicht zu erkennen. Wird die Mindestprofiltiefe erreicht ist der TWI in den Hauptprofilrillen gut sichtbar.

Verstärkte Reifen

Es gibt grundlegend folgende Unterscheidungen und Arten von verstärkten Reifen:

C (Commercial): für Transporter und leichte Nutzfahrzeuge

CP (Camping): speziell für Camping-Fahrzeuge

LT (Light Truck): vergleichbar zu C-Reifen

Reinforced (engl. = verstärkt): verstärkter Reifen

XL-Reifen (Extra Load): vergleichbar zu Reinforced

Verdrehsicherung Reifen - Reifenhalter

Für Geländesportmotorräder gibt es spezielle Reifenhalter welche den Reifen des Motorrades, ähnlich einer Klammer, auf die Felge pressen. Dieser Reifenhalter wird zwischen Schlauch und Reifen montiert und dann fest mir der Felge verschraubt. Vergleichbar zu einem Ventil ragt der Gewindebolzen aus der Felge heraus. Eine Verdrehsicherung hindert der Reifen daran auf der Felge zu wandern und minimiert damit das Risiko eines Ventilabrisses, wenn mit niedrigem Luftdruck gefahren wird.

Vulkanisation - Vulkanisieren – Vulkanisation von Reifen – Reifen backen

Die Vulkanisation wurde bereits Mitte des 19. Jahrhunderts von Charles Goodyear entwickelt. Vulkanisieren ist ein chemisch-technisches Verfahren, bei welchem Kautschuk unter Temperatur und Druck zu widerstandsfähigem Gummi wird. Neben dem Kautschuk ist Schwefel einer der wichtigsten Bestandteile einer Reifenmischung. Während der Vulkanisation werden die langkettigen Kautschukmoleküle durch Schwefelbrücken vernetzt. Dabei gehen zwar die plastischen Eigenschaften des Kautschuks verloren, aber der Gummi wird durch dieses Verfahrens vom plastischen in einen äusserst stabilen elastischen Zustand umgewandelt.


W:

Walken - Walkarbeit Reifen

Reifen aus Gummi werden bei jeder Umdrehung im Bereich der Auflagefläche (Latsch) in ihrem Querschnitt verformt, der Reifen wird regelrecht geknetet. Dreht sich das Rad weiter geht das Gummi zurück in seine ursprüngliche Position. Dieser Vorgang bei welchem der Reifen mechanisch verformt wird lässt Reibungswärme entstehen. Die bei dem Vorgang geleistete Arbeit wird Walkarbeit genannt. Ganz extrem ist dieser Effekt während des Startvorgangs bei den Hinterreifen von Drag Racing (Beschleunigungsrennen) Fahrzeugen beobachten.

Wasserglätte (Aquaplaning) - Wasserverdrängung

Wasserglätte auch als Aquaplaning bezeichnet, ist der Verlust der Haftreibung auf regennasser Straße. Die Räder schwimmen auf dem Wasserfilm auf. Abgefahrene Reifen, glatter Straßenbelag, hoher Wasserfilm oder zu hohe Geschwindigkeit beeinflussen die Tendenz zum Aquaplaning. Nutzen Sie Reifen mit geeigneten Gummimischungen und Profilen der Lauffläche für eine ausreichende Nasshaftung. Die Wasserverdrängung eines Reifens wird stark von dem Positivanteil des Profils, den Profillöcken bestimmt. Das Reifenprofil führt das Wasser durch die speziellen Drainagerillen ab. Je nach Reifen und Profil werden bei etwa 80 km/h zwischen 20 Liter und 40 Liter Wasser pro Sekunde verdrängt.

Weißwandringe – Weißwandreifen

Weißwandringe sollen optisch einen Weißwandreifen nachahmen. Je nach Art der Befestigung der Weißwandringe kann eine ABE notwendig sein. Allerdings verfügt nicht jedes System über eine ABE, dies sollten Sie vor dem Kauf überprüfen.

Weißwandreifen für Auto oder Motorrad verfügen über eine oder zwei weiße Reifenflanken. Diese Reifen werden hauptsächlich bei Oldtimerfahrzeugen verwendet und werden heute nicht mehr in Massen hergestellt. Ursprünglich waren alle Reifen weiß, der Grundstoff Naturkautschuk ist selbst weiß. Erst durch die Verbesserung der Gummimischungen hat sich die Farbe hin zu schwarz geändert.

Winterreifen – Winter Reifen

Winterreifen verfügen über eine spezielle Gummimischung, welche bei Kälte, Nässe und Schnee eine deutlich bessere Haftung haben als ein Sommerreifen. Das Profil eines Winterreifens härtet seölbst bei niedrigsten Temperaturen nicht aus und kann sich optimal mit der Fahrbahn verzahnen. Als Faustformel für Verwendung von Winterreifen in Deutschland gilt von O bis O, also von Oktober bis Ostern. Der Fachhandel empfiehlt eine Profiltiefe von 4mm.

Winterreifenpflicht

Seit dem 04.12.2010 gibt es in Deutschland die Winterreifenpflicht. Die Winterreifenpflicht gilt für alle Autos, Lkws, Busse sowie Motorräder, Roller, Mokick, Mofa und Moped. Laut Gesetz müssen geeignete Reifen das Symbol M&S tragen (steht für „Matsch & Schnee“). Die Verwendung dieser Reifen ist Pflicht bei Glatteis, Schneeglatter Straße, Schneematsch, oder Glätte durch Reif.

Wuchten – Reifen wuchten

Fertigungstoleranzen von Reifen und Felgen verursachen Ungleichgewichte am Rad-Reifen-System. Schon wenige Gramm Unwucht führen im Fahrbetrieb zu Geräuschen, Vibrationen sowie erhöhtem Verschleiß an Radlager, Radaufhängung sowie dem Reifen. Das Auswuchten dient dem individuellen Ausgleich der Massenverteilung an der Rad-Reifen Kombination.

Wulst – Reifenwulst - Reifenfuß

Wulst bezeichnet den Teil des Reifens, welcher zwischen dem Hump und dem Horn der Felge für den festen und sicheren Halt des Reifens auf der Felge zuständig ist. Er besteht aus einem Drahtkern der in Karkassenfäden eingebettet ist und wird bei der Montage wie ein Ring um die Felge gespannt.


X:

XL-Reifen – XL Kennzeichnung – Extra Load Reifen - Verstärkte Reifen

XL-Reifen (Extra Load) sind vergleichbar zu Reinforced Reifen. Verstärkte Reifen mit dieser Kennzeichnung müssen mit einem höheren Luftdruck als herkömmliche Reifen betrieben werden. Angaben zum korrekten Luftdruck finden Sie häufig auf der Reifenflanke, wo die Tragfähigkeit bei einem bestimmten Fülldruck angegeben wird. Z.B.: MAX. LOAD 345 KG AT 290 KPA (42 PSI) COLD


Y.

Y- Kennzeichnung

Siehe Speed Index oder Geschwindigkeitsindex


Z:

Zoll

Zoll ist eine Längeneinheit bzw. Längenmaß welches heute nur noch in den USA verwendet wird. Als Größenbezeichnung von Reifen und Felgen hat sich Zoll als Maßeinheit jedoch international durchgesetzt.

1 Zoll = 1 Inch

1 Zoll = 25,4 Millimeter

1 Millimeter = 0,03937 Zoll


Der Durchmesser einer 17 Zoll Felge beträgt somit 431,8 mm oder 43,18 cm.

Die Felgenbreite, auch als Maulweite bezeichnet


Beispiel einer Felgenbezeichnung: 7J 15


7 = Maulweite der Felge in Zoll (gemessen zwischen den Felgenhörnern)

J = Kennziffer für Höhe und Form des Felgenhorns

15 = Felgendurchmesser in Zoll (= Innendurchmesser Reifen)